Diesmal war ich als Hochzeitsfotograf in Solingen unterwegs. Und vorweg kann ich schon mal sagen: es war für mich keine normale Hochzeit – und noch viel weiter: ich war nervös. Eigentlich bin ich nie nervös, weil ich in das vertraue, was ich kann: auf meine Erfahrung aus über 120 Hochzeiten und auf mein Gespür, Situationen lesen zu können. Was war also an dieser Hochzeit so anders?

Claudia und Frank sind für mich kein normales Brautpaar. Normal sind meine Paare ohnehin nie, weil jedes einzelne seine Macken und Besonderheiten hat. Aber Frank ist ein sehr wichtiger Mensch in meinem Leben. Schließlich hat er einen großen Teil dazu beigetragen, dass ich der Hochzeitsfotograf bin, wie ihr mich heute kennt. Nicht umsonst nenne ich ihn scherzhaft gerne mal meinen „Foto-Papi“. Er hat sehr früh an mein Talent geglaubt und hat mir seit meinen ersten Jahren mit unzähligen Tipps und Ratschlägen zur Seite gestanden. Aus meinen Augen ist er einer der krassesten Hochzeitsfotografen Deutschlands und bei den „Masters Of German Wedding Photography“ zählt er ohnehin schon seit Jahren zu den besten des Landes. Und so jemand fragt dich nun, ob du sein Hochzeitsfotograf sein willst? – Ich denke, da würde auch der Letzte ein klein wenig nervös werden.

Ich begleitete die beiden über zwei Tage. Am ersten Tag war die standesamtliche Trauung im Haus Kirchheide im engsten Freundes- und Familienkreis. Danach ging es für uns alle zu Claudias Eltern, wo der Sektempfang stattfand. Den Rest des Tages haben sich Claudia und Frank etwas besonderes überlegt: snowboarden in der „Skihalle Neuss“ – und auch das war für mich ein Novum. Ich hab defacto noch nie in meinem Leben weder auf einem Ski noch auf einem Snowboard gestanden. Genau genommen war ich auch noch nie in einer Skihalle. Trotzdem war es für mich ein total cooles Erlebnis und ich hatte durchaus meinen Spaß, die beiden mit der Kamera zu begleiten.

 

Tag 1. Die Trauung

Tag 2. Die Hochzeitsparty

 

Auch der zweite Tag war einfach besonders. Das war nämlich der Party-Tag in einem etwas größeren Kreis. Gegenüber vom Standesamt Solingen gibt es eine super kleine aber trotzdem schöne Location: und zwar die Villa Lindenhof. Für mich war vor allem besonders, dass unter den grob 40 Gästen etwa 10 Hochzeitsfotografen waren: gemeinsame, unfassbar talentierte Kollegen! Aus Erfahrung kann ich nun sagen, dass eine Hochzeit mit so vielen anderen Fotografen unfassbar anstrengend sein kann. Aber auch einfach mega cool. So kam es, dass wir auf die Idee eines „Dress Swaps“ kamen. Also: Frank stieg in das Kleid von Claudia und genau umgekehrt – und dann ging es auf die Hüpfburg. Verdammt, was hatten wir einen Spaß… 😉

Nach dem Essen war dann endlich Party-Time mit den ganzen Kollegen, die den kleinen Saal so richtig zum kochen brachten. Wie Frank so schön danach sagte: man braucht nicht hunderte Gäste, um ne geile Hochzeitsparty zu feiern – und damit geben ich ihm sowas von recht. Aber das werdet ihr im folgenden schon selbst sehen.

Zum Abschluss gab es sogar noch einen „Fearless Award“ für mich! Das ist die weltweit renommierteste Vereinigung in der Hochzeitsfotografie und es macht mich so richtig stolz, dass mein Bild dort ausgezeichnet wurde. Mission erfüllt.

 

Leave A

Comment